Opferfest – der Glaube Abrahams

Seit Sonntag und noch bis heute Abend feiert die islamische Welt das Opferfest. Auf dem Höhepunkt des Wallfahrtsmonats wird dieses größte Fest der Muslims gefeiert. Ziegen, Schafe, Kamele und andere Tiere werden geschlachtet und dann gekocht oder gebraten, man isst und trinkt gemeinsam an festlichen Tischen. Die Verwandten kommen zu Besuch, man besucht auch die schon verstorbenen Angehörigen auf dem Friedhof. Feierlich wird gebetet und die Größe, Gerechtigkeit und Güte Gottes angerufen. Mancherorts werden auch Kinder mit Süßigkeiten und Spielzeug beschenkt.

Dieses große Fest erinnert daran, dass Abraham, der Stammvater sowohl der Juden als auch der Muslime, bereit war, auf Befehl Gottes seinen Sohn zum Opfer zu bringen. (Koran Sure 37 Vers 102) In der jüdischen Bibel ist dieser Sohn Isaak; im Koran wird an der entsprechenden Stelle kein Name genannt, muslimische Theologen gehen aber davon aus, dass es Ismael war, den Abraham opfern sollte. Überhaupt nimmt Ismael im Koran die größere und wichtigere Rolle ein. Sein Gehorsam seinem Vater und Gott gegenüber machte es möglich, dass Gott dieses Zeichen seiner Barmherzigkeit und seiner Gerechtigkeit setzen konnte.

Mit einem „großartigen Schlachtopfer“ (Koran Sure 37 Vers 107) wurde Ismael ausgelöst, und schon durch die Bereitschaft Abrahams und Ismaels zum Gehorsam galt der Auftrag Gottes als erfüllt. (Vers 103-105)

In der 37. Sure des Koran werden die Glaubenden aufgefordert, diesem Gehorsam Abrahams und Ismaels nachzueifern, auch Moses, Noah, Elija und andere werden als Vorbilder für den Glauben dargestellt.

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