Unbehaust

Es gibt Menschen, die sich auf dieser Welt heimatlos fühlen, ohne selbst zu wissen warum. Was alle anderen um sie her Wirklichkeit nennen, erscheint ihnen als eine Täuschung, ein wirrer und oftmals quälender Traum, aus dem sie gerne erwachen würden. Sie fühlen sich dazu verurteilt, in ihm zu verweilen, als handle es sich um eine Verbannung in eine feindliche Fremde. Mit unaufhörlichem Heimweh sehnen sie sich nach einer anderen Wirklichkeit, an die sie sich zu erinnern glauben wie an eine ferne Heimat, ohne doch irgend etwas Sagbares oder Denkbares davon vorbringen zu können.

Aus: „Die Legende vom Wegweiser“ von Michael Ende

Wochenendvögel

Vor ein paar Monaten hat meine Frau eine Zwitscherbox gekauft. Das hat mit Twitter nichts zu tun. Es ist ein Plastikhäuschen mit einem Lautsprecher und einem Bewegungsmelder darin. Wenn jemand daran vorbei geht, hört man für ein paar Minuten Vögel zwitschern wie in einem Wald.

Seitdem wir das Dings haben, wird es immer am Freitagabend eingeschaltet und läuft dann durch bis zum Sonntagabend. Inzwischen gehört das Vogelgezwitscher für mich zu jedem Wochenende; es weckt gute Gefühle von Freizeit, Ruhe und Gemütlichkeit. Es macht mich entspannt und beruhigt ungemein.

Auch auf YouTube und Spotify gibt es solche soundclips mit Vogelgezwitscher. Damit kann man seine eigene Zwitscherbox bauen.

Gerade im Winter, wenn draußen nur die Krähen schreien, ist die Erinnerung an das Rufen der Amseln im Frühjahr sehr aufbauend. Ich jedenfalls genieße es sehr.

Auf dem Fensterbrett hört nun sogar die Queen die Vögel singen und winkt fröhlich dazu. Aber nur am Wochenende!

Zeit ist (k)eine Illusion…

Holzpuzzle-Uhr

Guten Morgen, Ihr Lieben!

Heute nachmittag beginnt der Herbst. Die Tage werden jetzt schnell kürzer und die Nächte nach jedem Sonnenuntergang fast 4 Minuten länger.

Ich mag den Geruch von frisch gefallenen Laub, bunte Blätter im Sonnenschein, das Leuchten der Kastanienkerne… Ich mag die nebeligen Stunden nach dem Aufstehen, wenn der Tag sich in das Dasein kämpft…

Der Radiowecker plärrt moderierte Fröhlichkeit aus irgendeinem Sendestudio in die morgendliche Stille im Schlafzimmer, aber die Kaffeemaschine in der Küche blubbert schon seit Minuten vor sich hin. Sie hat eine eigene Schaltuhr und wacht früher auf…

Der Pfeil fliegt unbeirrt ins Ziel und Achilles überholt die Schildkröte ohne Mühe. Ich werde von A nach B gehen, wie oft Zeno die Strecke auch teilt.

Frag mich heute, was Zeit ist, und ich werde Dir antworten. Frag mich morgen, und meine Antwort wird eine andere sein.

Tempus fugit – die Zeit ist auf der Flucht. Kein Augenblick wird verweilen, und sei er noch so schön. Du steigst nicht zweimal in den selben Fluß. Jeder Stundenschlag verletzt. Der letzte tötet.

Da ist nichts Neues unter der Sonne, es war Alles schon einmal da. Es gibt eine Zeit, geboren zu werden und eine Zeit zu sterben. Jedes Ding hat seine Zeit, wächst auf und bringt Frucht und vergeht, wie jede Blüte welkt und wird nicht ewig dauern. Wir werden heiter Raum um Raum durchschreiten…

Nur diese schöne Uhr ist eine Illusion. Es schlägt kein unruhiges Herz in ihr, und keine Feder treibt gespannt die Räder an. Aber sie sieht gut aus, und ich habe sie selbst zusammen gesteckt…

Es wurde Abend und es wurde Morgen – ein neuer Tag. Alles wird gut werden. ER hat alles wohl gemacht.

Wohlan! Wir wollen das Morgenrot wecken! Steh auf und geh, als würdest Du es absichtlich tun.

Zeit vergeht, auch wenn niemand hinsieht…

Vielleicht fing es damit an, dass im September die Katze starb. Jahrelang hat sie mich schnurrend begrüßt, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam; aber dann schaute sie mich nur noch uninteressiert an und schloss dann gelangweilt die Augen. Ein paar Wochen quälte sie sich zwischen Schlafplatz, Fressnapf und Katzentoilette herum, dann gab die Tierärztin ihr die letzte Spritze.

Nach Hause zu kommen war nicht mehr so schön.

Zeit vergeht, auch wenn niemand hinsieht.

Das Auto war sechzehn Jahre alt und hatte schon viele Kratzer und Beulen. Eine Schraube, die auf dem Weg lag, bohrte sich in den linken Vorderreifen. Die Lichtmaschine gab irgendwann auf; auf dem Armaturenbrett leuchtete ein orangefarbenes Lämpchen. Als auch noch die Servolenkung streikte (rotes Lämpchen), schüttelte der Automechaniker den Kopf. Ich fuhr noch einen Monat mit Vorsicht (provisorisch) und lenkte angestrengt und kraftvoll wie der Fahrer eines 30-Tonners mit Anhänger. Dann verkaufte ich den Wagen für 400 Euro.

Praktisch, dass man wegen einigen hundert Trilliarden Viren sowieso eher im Home-Office arbeiten muss. Wenn es gar nicht anders geht, nutzt man ein Auto vom Carsharing-Dienst.

Im Mai: Urlaub zuhause. Das Hotel in Griechenland hat gar nicht erst geöffnet, die Gäste blieben zu Hause und darum auch das Reinigungspersonal, die Köche und Sommeliers, die Servicekräfte und die Fotografin, die sonst immer am Donnerstagabend alle Gäste portraitiert und dann am Samstag die Bilder zum Kauf anbietet. Auf Facebook veröffentlicht sie Bilder von leeren Stränden.

Es ist wieder schön zu Hause; die Sonne scheint oft durch die Fenster auf die Blätter der Tageszeitung, auf denen steht, dass das Virus jetzt jeden Tag weniger Menschen infiziert. Zum ersten Mal seit einem Jahr essen wir wieder in einem Restaurant. Also – draußen. Vor dem Restaurant. Unter einem Sonnenschirm. Es gibt frisches, kaltes Bier. Die Kohlensäurebläschen glitzern im Licht.

Die Zeit vergeht rasend schnell, niemand sieht hin.

Der Sommer kommt, viele Termine finden wieder statt. Das Leben wird stabiler, härter, aber auch zerbrechlicher. Nur scheinbar berechenbarer. Wieder splittert von Zeit zu Zeit etwas ab und fällt unter den Tisch. Ungewohnte Geräusche, ein leises Klirren wie von winzigen Scherben, schmerzen in den Ohren.

Nachrichten von weit weg fühlen sich an, als kämen sie direkt aus der Nachbarschaft. Überschwemmungen gibt es nicht nur in Indien. Fanatismus in vielen Farben hinterlässt einen irritierenden Eindruck von schlammigem Braun, wie früher im Schulfarbkasten, wenn die Malpasten ineinander laufen. Großbritannien verläßt die Europäische Union, die Soldaten der NATO verlassen Afghanistan, viele Querdenker und Impfgegner verläßt der gesunde Menschenverstand. Meine Frau verlässt sich auf mich.

Man kann es nicht allen recht machen.

Wenn man ein wirklich schlechtes Gewissen hat, nimmt man in drei Wochen fünf Kilogramm ab. Ich kann diese Diät nicht empfehlen.

Der Sommer geht; Termine werden auf Vorrat gemacht. Erntedank, Martinsfest, Lichtertage im Advent, Weihnachtsfeiern. Ob sie wohl wirklich stattfinden, alle diese Hoffnungszeichen in der Zukunft?

Bald wird wieder eine Katze hier einziehen. Sie wird mich erwarten, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ob sie nur gelangweilt schaut oder ob sie mich schnurrend begrüßt, wird die Zeit zeigen. Ich werde hinsehen…

Auf den letzten Drücker… Tage vor der Wahl.

In einer Woche wird in Deutschland gewählt. Viele Menschen haben bereits per Briefwahl abgestimmt; andere wissen schon lange, wo sie am Sonntag ihr Kreuzchen machen werden. Aber erstaunlich viele Wahlberechtigte geben an, immer noch unentschlossen zu sein – und das kann ich einfach nicht verstehen!

Heute abend kommt im Fernsehen das dritte und letzte „Triell“ – aber was soll da eigentlich geschehen, damit die Zusehenden überzeugt werden und sagen „Ah, okay, das hat mich überzeugt, nun werde ich mich für diese oder jene Partei entscheiden, mit Gründen und in staatsbürgerlicher Verantwortung.“ – und nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus?

Seit Wochen wiederholen Kandidatinnen und Kandidaten die immer gleichen Floskeln vor den Kameras und Mikrophonen der Sendeanstalten, Radiosender, Internetblogs und Influenzer, machen mehr oder weniger glaubhafte Versprechen und beschwören die noch unentschlossenen Wählerinnen und Wähler, sich für sie stark zu machen. Ich kann das schon gar nicht mehr hören; es stößt mich einfach nur ab. Das heutige „Triell“ werde ich mir nicht anschauen.

Haben denn alle, die jetzt noch nicht wissen, wie sie sich entscheiden werden, die letzten Jahre verschlafen? Haben sie nicht Zeitung gelesen, Nachrichten gehört, Talkshows oder Sondersendungen gesehen? Wer sich nur einigermaßen informiert hat, weiß doch, was er von den großen und mittelgroßen Parteien zu erwarten hat, sie sind doch alle nicht neu auf der politischen Bühne! Politische Akteure, die in den vergangenen Jahren nicht für Umweltschutz, bessere Bildungschancen für alle und Gleichberechtigung eingetreten sind, werden das auch in Zukunft nicht tun – gleich, was sie jetzt vollmundig ankündigen. Und Parteien, die in der letzten Legislaturperiode nichts gegen zu hohe Mieten, Ausländerfeindlichkeit und Verkehrschaos in unseren Städten getan haben, werden das auch in den kommenden vier Jahren nicht tun. Man kann wissen, was man bekommt – worauf genau also warten die Unentschlossenen noch?

Es kann wohl sein, dass ich in der langen Liste auf dem Wahlschein gar keine Partei finde, die mich hundertprozentig und restlos überzeugt, dass ich glaube, im besten Fall immer nur das kleinste Übel wählen zu können – aber dann ist das eben so! Niemals wird man ein demokratisches Gremium finden, mit dem man sich nicht gern über dieses oder jenes streiten möchte, das ist normal! Aber deshalb zu sagen „Dann gehe ich eben gar nicht wählen…“ ist einfach nur dumm. Denn eine Enthaltung ist praktisch wie eine Stimme für die Parteien, die man am Wenigsten an der Macht sehen will.

Und es ist auch einfach nur dumm, aus Protest irgendeine radikale Gruppierung oder eine Spaßpartei zu wählen. Leute, denen man kein Auto abkaufen würde, neben denen man nicht gern wohnen würde oder denen man nicht abends in der Seeterrasse bei einem Glas Wein gern ein paar Stunden zuhören könnte, die wählt man auch nicht! Wer pöbelt, Hasstiraden verfasst und gern menschenverachtende Parolen brüllt, der gehört in keinen Stadtrat, kein Regionalparlament und schon gar nicht in den Bundestag!

Gebraucht einfach Euren gesunden Menschenverstand und ein Erinnerungsvermögen, das weiter zurück reicht als das eines Goldfisches in einem Einmachglas – und geht nächsten Sonntag wählen. Das Triell und die ganzen anderen Wahlveranstaltungen in dieser letzten Woche könnt Ihr Euch dann gerne schenken…

Liturgisches Husten… Komisches und Ernstes rund um die Beerdigung

Bild des Einbandes dieses Buches, mit Motiv "organist" von Wilhelm Busch

Vor Jahren – ich war noch Pfarrer in der Kirchengemeinde Alt-Schöneberg in Berlin – habe ich oft mit der Organistin Angela Boeckh zusammen gearbeitet. In diesen Jahren gab es sehr viele Trauerfeiern in der Gemeinde, weil der zur Kirche gehörende Kirchhof aus verschiedenen Gründen einer der preiswertesten Bestattungsorte in der Stadt war. Die Bezirksämter in der Umgebung ließen darum die Urnen der Menschen, die keine Angehörigen (mehr) hatten und die darum auf Staatskosten beerdigt werden mussten, gerne auf unserem Kirchhof beisetzen. In diesem Jahr gab es so mehr als 300 Beisetzungen auf dem Friedhof zwischen der Hauptstraße und der Belziger Strasse.

Meinem Kollegen und mir war es sehr wichtig, trotzdem alle Verstorbenen mit Würde und gebührender Achtung unter die Erde zu bringen; niemand sollte ohne Gebet und Segenswort beerdigt werden. Selbst, wenn niemand zur Trauerfeier erschienen ist, haben wir mit den Sargträgern, der Mitarbeiterin des Bestattungsinstitutes und der Organistin zusammen Abschied von einem Menschen genommen, über den wir zwar wenig oder gar nichts wussten, der aber trotzdem über ein paar Jahrzehnte diese Welt mit uns geteilt hatte…

Manchmal kamen aber auch ein paar Nachbarn, Freundinnen und Freunde unangemeldet in die Kirche, manchmal kam wirklich niemand. Einmal kamen mehr als dreißig Menschen aus einem Segelverein zur Trauerfeier; Freunde aus einem Leben, von dem wir nichts wussten. Gut, dass trotzdem eine schöne Trauerfeier vorbereitet war.

Die Organistin saß bei diesen Feiern immer oben auf der Empore an ihrem Instrument und wartete auf ihren Einsatz. Sie konnte aber von dort aus die kleine Gemeinde nicht sehen, die unter der Empore auf den Beginn des Gottesdienstes wartete. Wir haben dann verabredet: wenn es losgehen soll, wird der Pfarrer unter der Empore zweimal kurz husten, und das ist dann das Zeichen für den Anfang der Trauerfeier.

Die Angela Boeckh sagte damals ziemlich amüsiert: Wenn ich einmal ein Buch über meine Arbeit schreiben sollte, werde ich es „Liturgisches Husten“ nennen.

Dies ist nun dieses Buch – vor einem Jahr ist es erschienen, und ich habe es gestern in der Dorfkirche Alt-Schöneberg entdeckt, als ich dort wieder einmal (vertretungsweise) eine Trauerfeier zu leiten hatte. Über Jahrzehnte hat sie Anekdoten, Skurriles, Bedenkliches und Interessantes bei ihrer Arbeit gesammelt und auf humorvolle Weise zu Papier gebracht. Pfarrerinnen und Pfarrer, Mitarbeiter und Bestatter geraten hier in den Blick einer erfahrenen Kirchenmusikerin – irgendwann kann sie Nichts mehr aus der Fassung bringen, denn gerade am Ende des Lebens, wenn man zum letzten Mal Abschied nimmt, geschieht so viel, was in Erinnerung bleibt. Mehr als einmal habe ich geschmunzelt und manchmal laut gelacht.

Es ist ein gutes Buch geworden und der Blick auf Eigenarten und Besonderheiten im Bestattungswesen hat viele Erinnerungen geweckt… Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Danke, Angela, für die vielen besonderen Gottesdienste und für eine anregende Stunde mit Deinem Buch.

Glauben so viel wie ein Senfkorn

In dieser Woche fällt es mir schwer, gute Gedanken für meine Sonntagspredigt zu finden. Vorgeschlagen als Predigttext ist dieser Satz von Jesus, in dem er sagt: „Wenn du Glauben hast so viel wie ein Senfkorn, kannst du zu diesem Berg sprechen: Erhebe dich und stürze dich ins Meer, und er würde es tun…“

Viele Leute haben mir in Seelsorgegesprächen erzählt, dass ihnen dieser Satz sehr zu Herzen gegangen ist, aber zuletzt dann doch nicht hilfreich war: Sie haben sich so sehr etwas gewünscht, verzweifelt um etwas gebetet, haben sich „angestrengt“, einen starken Glauben zu haben, haben Gott tagelang um Hilfe angefleht – aber dann hat Gott ihre Gebete doch ignoriert, und es ist das Gegenteil eingetreten von dem, was sie sich erhofft haben. Und nun machen sie sich Vorwürfe, weil sie nicht kräftig genug geglaubt haben, nicht glühend genug gebetet, nicht brennend genug gehofft…

Mit tun die armen Menschen unglaublich leid, die sich selbst verurteilen; die von sich sagen: „Wenn ich nur mehr geglaubt hätte, wäre nur mein Gottvertrauen groß genug, dann wäre mein Mann nicht gestorben, würde mein Kind keine Drogen nehmen, wäre ich nicht arbeitslos, wäre unser Haus nicht abgebrannt…“

Als ob Glauben eine Art Leistungssport wäre, etwas, bei dem man sich nur kräftig üben und sich anstrengen muss, damit er funktioniert! Selbst die Jünger sind zu Jesus gekommen und haben ihn gebeten: „Stärke unseren Glauben!“

Mich erinnert dieses Bild vom „senfkorngroßen Glauben“ an die spitzfindig-scholastische Frage, wieviele Engel auf einer Nadelspitze tanzen könnten… Ist denn das „Senfkorn“ die angemessene Maßeinheit für die Glaubensgewissheit, zu der wir ermuntert werden bzw. die „gefordert“ ist? Geht es um Volumen oder Gewicht? Wie kann man die Größe des Glaubens messen? Wie viel Glaube ist nötig für ein Senfkorn? Kann man mit doppelt so großem Glauben dann ZWEI Berge versetzen?

Im neuen Testament wird das Senfkorn einige Male erwähnt, jedes mal wird es als Beispiel genannt, weil es so klein ist, „der Kleinste aller Samen“, und doch eine ziemlich große Pflanze daraus wachsen kann, ein „Baum, in dessen Zweigen die Vögel des Himmels wohnen“. Vielleicht geht es ja darum, dass selbst ein kleiner Glaube wirklich große Veränderungen bewirken kann… Vielleicht soll verständlich gemacht werden, dass es hier auf Größe, Kraft und Intensität gar nicht ankommt, sondern auf geduldiges Warten, bis etwas gewachsen ist, bis es Zeit hatte, groß zu werden.

Ich denke, dass Glaube gar nicht ein Für-Wahr-Halten von Dingen ist, die man letztlich nicht beweisen kann. Ich denke, dass Glaube keine Einstellung ist, die wir produzieren können, die eine eigene „Leistung“ wäre. Ich denke, dass der Glaube an Gott selbst schon ein Geschenk Gottes ist, etwas, das der Heilige Geist in uns bewirkt.

Ich stelle mir vor, dass „Glauben“ einfach bedeutet, dass ich Gott mehr zutraue, als ich mir ohne Gott vorstellen könnte. Ohne Gott rechne ich nur mit meinen eigenen, bescheidenen Möglichkeiten. Als Beispiel denke ich mir, ich müsste eine Wohnung in einem alten Haus einrichten. Meine Möglichkeiten wären, Möbel zu kaufen, Teppiche auszurollen, Bilder aufzuhängen; das, was man halt normalerweise so tut. Glaube an Gott eröffnet ein völlig neues Gebiet: Ich könnte ja auch Mauern durchbrechen, Türen und Fenster einbauen, wo bisher keine waren, zusätzliche Zimmer anbauen… Ich könnte sogar ein ganzes neues Haus um das alte herum bauen, so dass die Wohnung, die bisher mein Zuhause war, nur noch ein kleiner Teil eines ganzen Schlosses ist…

Entdecke die Möglichkeiten: Wenn Gott in das Leben eingreift, kann sich alles ändern – im Bild gesprochen: dann können ganze Berge ins Rutschen kommen: ein ganzer Lebensplan kann sich ändern – Beruf, Wohnort, Beziehungen – alles kann neu und anders werden. Die Maßstäbe ändern sich, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die Geschichten der Menschen in der Bibel sind Beispiele dafür.

Aber – will ich das überhaupt? Wenn Gottes Segen darin besteht, dass er mich aus gewohnten Bahnen heraus reißt – will ich dann so gesegnet sein?

Vielleicht heißt Glaube, Gott die Zeit zu lassen, die er braucht – und mir die Zeit zu lassen, die ich brauche – um mich zu verändern und neu zu werden.

Lebe lang und erfolgreich!

R2D2 – der bekannte und beliebte Android aus Star Trek. Wie haben wir ihn geliebt!!!

Heute vor fünfundfünfzig Jahren wurde die erste Folge der Serie Star Trek in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt. Captain James Tiberius Kirk, Spock, Pille, Zulu, und nicht zuletzt Ltd. Ohura haben seitdem Millionen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern in der ganzen Welt begeistert…

Die originale Serie mit ihren Sequels, Prequels und Spin Offs hat nicht wenige Menschen durch ihr ganzes Leben begleitet. Die Serie bot immer wieder eine Art Kommentar zu zeitgenössischen Entwicklungen in Politik, Kunst und Gesellschaft, und überwand schon allein durch die Besetzung ihrer Hauptrollen damals noch selten hinterfragte Grenzen zwischen Rassen, Geschlechtern und Politischen Systemen. Als z.B. Antikommunismus in den Staaten noch Mainstream war, wurde die Position des Bordingenieurs mit Mr. Chekov besetzt, und die Serie zeigte den ersten Kuss zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann im amerikanischen Fernsehen.

Ich wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen StarTrek-Tag. Lebt lang und in Frieden!