Psalm 145 (neu formuliert für einen Abiturgottesdienst)

Psalm für den Abiturgottesdienst
(nach Psalm 145)

Gut und freundlich bist Du, unser Gott,
liebevoll und großzügig siehst du uns an.

Wir danken dir, Gott, für deine Hilfe
jeden Tag wieder wollen wir dir dankbar sein.

Jeden Tag wieder erleben wir, wie freundlich du bist,
darum hören wir niemals auf, Gutes von Dir zu sagen.

Du, Gott, bist wunderbar und faszinierend
Du bist größer als alles, was wir verstehen und begreifen könnten.

Erstaunliches hast du geschaffen,
Unfassbares tust du in unserer Welt.

Gut und freundlich bist Du, unser Gott,
liebevoll und großzügig siehst du uns an.

Unser Leben verdanken wir Dir,
dass wir atmen können, hast du uns geschenkt.

Du hast uns die Augen geöffnet für deine Wunder,
du hast uns den Verstand gegeben, sie zu bedenken.

Du hast uns die Sprache gegeben, darüber zu reden,
Ideen und Begriffe, die Welt zu beschreiben.

Wir haben so Vieles gelernt und verstanden
unser Können und unsere Begabung verdanken wir dir.

Gut und freundlich bist Du, unser Gott,
liebevoll und großzügig siehst du uns an.

Alles, was nötig ist, damit wir leben können,
alles, was nötig ist, gibst du uns, Gott.

Du gibst, was wir brauchen, um uns zu ernähren,
Sogar genug, dass wir teilen und abgeben können.

Talent und Begabung, Kraft und Begeisterung,
Mut und Neugier hast du uns gegeben.

Wir wollen sie einsetzen, den Menschen zu nützen
und um dir für alles zu danken, was du uns geschenkt hast.

Gut und freundlich bist Du, unser Gott,
liebevoll und großzügig siehst du uns an.

 

Ich war der Nikolaus…

Eigentlich sollte Herr Wolle der Nikolaus sein. Er hat sich gut vorbereitet, war sogar ins Einkaufszentrum gefahren, um ein passendes Kostüm zu kaufen. Einen großen Sack mit Äpfeln, Nüssen und kleinen Schokoladenfiguren hat er auch besorgt.

Und dann ist er krank geworden. „Du machst das doch bestimmt gern!“ hat er mir am Telefon gesagt. Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Und natürlich hatte er Recht. Ich mag Kinder; und ich wollte schon IMMER mal der Superheld aller Vierjährigen sein. Und die Aussicht auf einen fliegenden Schlitten mit sechs flotten Rentieren war auch verlockend…

Also zwängte ich mich in das Gewand des Heiligen von Myra, der wegen seiner Freigebigkeit zum Schutzpatron der Bedürftigen und der Seeleute geworden war. Ja, den Nikolaus hat es wirklich einmal gegeben, und weil er vor langer Zeit mit vielen goldenen Münzen einem Edelmann aus Myra aus einer üblen Klemme geholfen hat, ist er zur Symbolfigur der adventlichen Überraschungen und der bunten Teller geworden. Lustig, lustig, trallalallala…

Ein wunderschönes liturgisches Outfit hatte Herr Wolle besorgt, stilecht mit Kasel, Stola und Mitra. Dazu gab es noch einen wuscheligen Bart und eine weißhaarige Perücke und einen feinen Bischofsstab aus Plastik. Das Umziehen hat mich an meine Zeit in der Kirchengemeinde Alt-Schöneberg erinnert, wo ich tatsächlich im vollen ernst solche liturgische Gewandung im Gottesdienst getragen habe. (Ohne Bischofsstab natürlich.) So verkleidet und vermummt sollte ich mich also nun auf unserem Adventsfest der Öffentlichkeit zeigen…

Ich bin noch nie vorher der Nikolaus gewesen (obwohl ich einen kleineren Bruder habe, aber der hat – glaube ich – niemals geglaubt, dass so eine übernatürliche Fabelfigur die Schokolade in die Stiefel steckt…).  Also hat es mich schon ziemlich überrascht, wie anders mich plötzlich die kleinen Kinder angesehen haben. Die meisten haben mich mit supergroßen, begeisterten Augen angeschaut, ihr Gedicht aufgesagt und dann eine Mandarine und einen großen Schokotaler bekommen; aber auf die ganz Kleinen wirkte der fremde Mann dann doch eher erschreckend. Sie versteckten sich hinter Mama oder Papa und ließen sich auch mit freundlichen Worten nicht locken.

Es ist ja auch wirklich seltsam: Normalerweise sagen die Eltern (völlig zu Recht): „Nimm keine Süßigkeiten an von fremden Menschen!“ – und jetzt sollen sie sogar mitspielen und noch ein Gedichtlein aufsagen. Natürlich habe ich die Kinder sofort in Ruhe gelassen, wenn ich merkte, dass sie sich fürchten, und einige kamen dann später doch noch zu mir, um sich schüchtern ihren Schokotaler abzuholen.

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist…

Andacht in der Evangelischen Schule Großziethen

1. Es tut mir leid. Ich hab’s vermasselt.
Du hast mir vertraut, aber ich habe Dein Vertrauen missbraucht.
Ich habe dich angelogen. Ich habe Dein Geheimnis verraten.
Ich habe mein Versprechen nicht gehalten. Ich war Dir untreu.
Du wolltest mein Freund sein, Du hast mich geliebt,
aber ich habe Dich beleidigt und weggestoßen von mir.
Ich habe Dir weh getan. Ich habe Dich verletzt.

Jetzt stehe ich vor Dir und weiß nicht, was ich sagen soll.
Ich fühle mich schrecklich. Es tut mir leid.
Du bist mein Freund, meine Freundin! Kannst Du mir verzeihen?
Ich bitte Dich um Entschuldigung. Sei mir nicht länger böse.
Vergib mir!

Ich will meinen Fehler nicht wiederholen, ich will mich ändern.
Wirst Du mir helfen, ein anderer Mensch zu werden?


2. Wir sind schuld. Wir sind zu Tätern geworden.
Wir haben andere zu Opfern gemacht.
Von unserem Land ist Krieg ausgegangen.
Ein Krieg, der ganze Völker gemordet hat.

Sechs Millionen Juden sind tot.
Unzählige Soldaten aus Frankreich, England, Polen, Russland…
Und dazu Menschen, Frauen, Männer, Kinder…
Schülerinnen und Schüler wie wir.
Verblutet im Bombenhagel.

Wir waren nicht dabei. Wir haben es nicht miterlebt.
Es waren unsere Großeltern, die damals die Gewehre in Händen hielten,
die damals die Granaten bauten, die Panzer, die Flugzeuge.
Aber wir sind trotzdem nicht frei von Schuld.
Könnt Ihr uns verzeihen, ihr Völker der Welt?

Vergebt uns, Ihr Nachkommen der Toten von einst!
Helft uns, dass nie wieder so schreckliche Verbrechen in deutschem Namen geschehen.


3. Wir sind schuld.
Wir verbrauchen diese Welt, als gäbe es noch eine, noch viele davon.
Wir haben nur diesen einen Planeten, nur eine Welt.
Nur diese Luft, die wir atmen,
nur dieses Wasser, das wir trinken,
nur diese Erde, auf der unser Brot wächst.

Wir verbrauchen Öl, Kohle, kostbare Rohstoffe,
als würde keine weitere Generation nach uns kommen.
Als würden in hundert Jahren keine Menschen mehr leben,
die atmen, essen, trinken und leben wollen wie wir.

Was werden wir unseren Kindern sagen?
Was unseren Enkeln und deren Zeitgenossen?
Was werden unsere Nachkommen über unsere Generation sagen?
„Sie haben gierig und selbstsüchtig unsere Welt verbraucht
und uns nur die Reste gelassen…“

Werden sie uns verzeihen können?
Werden sie uns vergeben, unsere Kinder, Enkel, Urenkel?
Können wir uns ändern?
Bleibt uns überhaupt noch Zeit zur Buße,
zu einem neuen Denken, zu einem anderen Leben?


4. Vor Dir, Gott, stehe ich. Mit meiner Schuld.
Ich habe das Vertrauen meiner Freunde missbraucht.
Ich habe Menschen verletzt, die ich liebe.
Ich habe Menschen enttäuscht, die mich lieben.
Vor Dir, Gott, stehe ich. Mit meiner Schuld.

Vor Dir, Gott, stehe ich. Ich bin ein Sünder.
Unser Volk hat Krieg über die Welt gebracht.
Noch heute sterben Menschen für unseren Reichtum,
für unsere Bequemlichkeit, für unseren Wohlstand.
Vor Dir, Gott, stehe ich. Ich bin ein Sünder.

Vor Dir, Gott, stehe ich.
Wir Menschen zerstören selbstsüchtig und gierig die Welt, in der wir leben.
Wir verbrauchen gedankenlos und kurzsichtig in einem Jahrhundert die Rohstoffe,
die in Millionen Jahren gewachsen sind.
Vor Dir, Gott, stehe ich.

Ich bekenne vor Dir, Gott:
Ich bin einer von denen, die nicht fröhlich genug geglaubt,
nicht brennend genug geliebt und nicht treu genug gebetet haben.
Ich lebe, als ob es Dich, Gott, gar nicht gäbe.
Ich lebe, als gäbe es keinen Gott, keinen Tod, keine Grenze, kein Ende der Welt.
Ich lebe, als wäre ich selbst Gott und kein anderer neben mir.
Ich lebe, als wäre da nur ich…


Schenke mir einen neuen Anfang, mein Gott!
Schenke mir ein neues Herz und einen freien, fröhlichen Geist.
Vergib mir meine Schuld und halte mir meine Fehler nicht vor.
Mache aus mir ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.

Gib mir Mut und Begeisterung, etwas zu ändern,
gib mir den Glauben, dass es nicht egal ist, was ich sage und tue.
Öffne meine Augen für die Menschen neben mir..
Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt.

Ich weiß: Es ist nicht meine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es ist aber meine Schuld, wenn sie so bleibt.
Darum gib meinem Leben einen Sinn und ein Ziel,
damit die Welt am Leben bleibt.

Die Nacht des neuen Lebens…

Wir feiern gemeinsam die Osternacht. Feierlich sind wir hinter der Osterkerze in die Kirche gezogen und haben gesungen „Christ – unser Licht!“ Wir haben die Lesung von der Schöpfung der Welt gehört und das Exultet, den alten liturgischen Gesang „Frohlocket nun, ihr Engel…“ Und manchem von Ihnen hier in der Kirche kommt dabei dieses Gefühl der warmen Vertrautheit oder auch der Gewohnheit und der Gedanke: „Alle Jahre wieder…“

Immer wieder wird es Ostern im Kirchenjahr, und mancher unter uns könnte schon an Händen und Füßen abzählen, wie oft er hier in der Kirche die Kerzen zur Feier der Auferstehung entzündet hat. Aber Ostern ist für mich keine Gewohnheit geworden, sondern immer wieder Erlösung, Ermutigung und Ermunterung; und das Bekenntnis und die Bitte Christus ist glorreich auferstanden vom Tod; sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen ist mir jedes Jahr neu wie der Aufgang der Sonne nach einer langen Nacht.

Es geht ja um Leben und Tod in der Osternacht; wie könnte uns das gleichgültig sein! Jedes Jahr sind wir ein Jahr näher an unserer Todesstunde, und so wird die Frage für uns dringender und quälender: Was wird aus uns werden? Ist da nichts nach dem Tod – oder ein neues Leben? Ist da Dunkel und Finsternis nach dem Tod oder Gottes Licht? Ist da Gericht und Verdammnis nach dem Tod oder Gnade und Barmherzigkeit?

Die Antwort auf diese Fragen ist nicht selbstverständlich. Ärzte können zwar das Leben verlängern, aber auf die Frage nach dem Tod wissen sie keine Antwort. Gentechniker könnten zwar einen Menschen klonen, aber das schafft den Tod nicht ab. Viele Menschen, auch Christen, flüchten sich heute in den Glauben an eine Wiedergeburt, vielleicht als ein anderer Mensch, oder als Tier oder Pflanze, so wie die Buddhisten es glauben. Und auch ich – der Pfarrer – weiß keine Antwort, mit der ich einen anderen Menschen überzeugen könnte, der an Gott nicht glaubt.

Denn ich weiß nichts – ich glaube aber! Ich glaube an den auferstandenen Christus, an den Sohn, den Gott auferweckt hat zu ewigem Leben. Dies ist nicht eine Reinkarnation in ein neues Leben in dieser Welt, das doch wieder zu einem neuen Tod verdammt wäre und zu einer neuen Wiedergeburt und einem neuen Tod in einer ewigen Wiederkehr des Gleichen. Nicht so wie der Tod im Zeichentrickfilm oder in einem Computerspiel, wo nach dem „Game over“ ein neues Leben und eine neue Chance auf einen Sieg nach Punkten besteht.

Sondern ich glaube an einen wirklichen, umfassenden Neuanfang, so wie die Bibel es sagt, durch die Gott spricht: Das Alte ist vergangen, siehe, ich mache alles neu!

Tag der Auferstehung: ein günstiger Anfang! Lassen wir unser Licht am Festtag leuchten! Umarmen wir einander! Bezeichnen wir als Brüder auch jene, die uns hassen. Fügen wir uns in allem der Auferstehung!

Verzeihen wir einander: Gestern wurde ich mit Christus gekreuzigt, heute werde ich verherrlicht. Gestern wurde ich mit ihm getötet, heute werde ich mit ihm zum Leben gerufen. Gestern wurde ich mit ihm begraben, heute werde ich mit ihm auferweckt. Wohlan, bringen wir Opfer dem, der für uns gelitten hat und auferstanden ist. Opfern wir uns selbst, den Gott teuersten und eigensten Besitz.

Werden wir wie Christus, da Christus gleich uns geworden ist! Werden wir um Seinetwegen Götter, da Er unseretwegen Mensch geworden ist; das Geringere nahm Er an, um das Bessere zu geben. Er wurde arm, damit wir durch Seine Armut reich würden. Er nahm die Gestalt eines Knechtes an, damit wir die Freiheit erhielten. Er stieg zur Erde herab, damit wir erhöht würden. Er ließ sich versuchen, damit wir siegen. Er ließ sich entehren, um uns zu ehren. Er starb, um zu retten. Er fuhr zum Himmel, um die, welche von der Sünde zu Boden gestreckt wurden, wieder an sich zu ziehen. Alles, alles soll man Ihm geben, alles Ihm opfern, der sich selbst als Lösegeld und als Sühne für uns hingegeben hat. Keine Gabe aber wird wertvoller als die eigene Person, sofern sie das Geheimnis erfaßt und um Christi willen alles geworden ist, was Er unseretwegen geworden war.

Ein bisschen wie Sankt Martin sein… Bericht vom Martinsfest 2015 in Großziethen

Die Laternen leuchteten, rot, grün, gelb oder blau; und mit Rabimmel und Rabammel zogen Kinder und Eltern dem Martinsmann mit seinem Pferd hinterher. Es wurde viel geredet, fröhlich gelacht, mit Senf oder Glühwein gekleckert und von Sonne, Mond und Sternen gesungen – schön war es beim Martinsumzug an der Kirchengemeinde in Großziethen.

Unser Fest begann nach dem Sonnenuntergang mit einem Anspiel im großen Saal des Gemeindehauses. Uta Obenaus, die den Kinderchor der Gemeinde leitet, spielte auf der Gitarre, und alle sangen: „Ein bisschen so wie Martin, möcht ich manchmal sein und ich will auch mit dir teilen, wenn du rufst, schnell zu dir eilen. Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht ich wie Sankt Martin sein…“

Die Teamerinnen aus der Gruppe um Silvia Merker-Mechelke erzählten und spielten die Geschichte des Heiligen Martin von Tours, der im vierten Jahrhundert nach Christus in Frankreich als Soldat, als Hauptmann der römischen Armee diente. Oft half er den Armen und Hungrigen, aber berühmt wurde er dadurch, dass er seinen Soldatenumhang mit einem Bettler am Stadttor von Amiens teilte.

Später wurde er – inzwischen lebte er bescheiden als Mönch, beliebt und geachtet – von den Bewohnern der Stadt Tours zum Bischof gewählt. Er wollte aber lieber ein einfacher Mönch bleiben und versteckte sich in einem Gänsestall. Doch als die Leute nach ihm suchten, verrieten ihn die Gänse durch ihr aufgeregtes Geschnatter. So blieb sein Name bis heute mit dem traditionellen Gänsebraten verbunden, der im November an so manchem Tisch serviert wird.

Bei unserem Fest gab es statt Gänsebraten kleine Brötchen, die die Kinder miteinander teilten. Die Teamerinnen erzählten von den Gedanken, die sie sich in ihrer Gruppe über die Taten des Heiligen Martin gemacht haben: dass er ein Licht in die Welt gebracht hat, das wärmt und wohl tut, das leitet und tröstet – so wie Christus das Licht ist. Dass er mutig genug war, sich über die Grenzen hinweg zu setzen, die die Armen und die Wohlhabenderen damals wie heute voneinander trennen.

Dass es auch uns aufgegeben ist, nicht nur auf die Bildschirme unserer Handys zu schauen, sondern die anderen Menschen in unserer Umgebung wahrzunehmen und ihnen ein Lächeln zu schenken – und manchmal auch mit ihnen zu teilen. Denn was wir ihnen Gutes tun, das haben wir auch für Christus getan.

Nach dem Laternenumzug gab es im Gemeindehaus für alle hungrigen Münder Schmalzbrote und die beliebten Schokokussbrötchen, es gab Kaffee oder Glühwein für die Großen und Tee und Orangenlimonade für die Kleinen – liebevoll vorbereitet von vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die alle Hände voll zu tun hatten. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben – ohne Euch könnte ein solches Fest gar nicht stattfinden! In diesem Jahr waren zum ersten Mal auch Mitarbeiterinnen des Kinderbauernhofs beteiligt, die schon Tage vorher mit den Kindern Laternen gebastelt haben und an diesem Abend im Gemeindehaus Würstchen mit Senf oder Ketchup verkauften. „Es hat uns gut gefallen, und im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei!“ sagten sie.

Und am Schluss entfachten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr von Großziethen ein beeindruckend riesiges Martinsfeuer auf der Feuerstelle auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus. Meterhoch schlugen die Flammen und sandten Schwärme glitzernder Funken in den Nachthimmel. Da rissen die Wolken auf und ein paar Sterne blinkerten zu uns hinunter.
Vielleicht macht die Erinnerung an den Heiligen Martin uns bereit, wie er zu teilen, die anderen wenigstens zu sehen und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, und so die Welt ein bisschen besser zu machen, wie es im Lied heißt: „Nur ein bisschen, klitzeklein, möcht ich wie Sankt Martin sein…“