Wochenendvögel

Vor ein paar Monaten hat meine Frau eine Zwitscherbox gekauft. Das hat mit Twitter nichts zu tun. Es ist ein Plastikhäuschen mit einem Lautsprecher und einem Bewegungsmelder darin. Wenn jemand daran vorbei geht, hört man für ein paar Minuten Vögel zwitschern wie in einem Wald.

Seitdem wir das Dings haben, wird es immer am Freitagabend eingeschaltet und läuft dann durch bis zum Sonntagabend. Inzwischen gehört das Vogelgezwitscher für mich zu jedem Wochenende; es weckt gute Gefühle von Freizeit, Ruhe und Gemütlichkeit. Es macht mich entspannt und beruhigt ungemein.

Auch auf YouTube und Spotify gibt es solche soundclips mit Vogelgezwitscher. Damit kann man seine eigene Zwitscherbox bauen.

Gerade im Winter, wenn draußen nur die Krähen schreien, ist die Erinnerung an das Rufen der Amseln im Frühjahr sehr aufbauend. Ich jedenfalls genieße es sehr.

Auf dem Fensterbrett hört nun sogar die Queen die Vögel singen und winkt fröhlich dazu. Aber nur am Wochenende!

Zeit ist (k)eine Illusion…

Holzpuzzle-Uhr

Guten Morgen, Ihr Lieben!

Heute nachmittag beginnt der Herbst. Die Tage werden jetzt schnell kürzer und die Nächte nach jedem Sonnenuntergang fast 4 Minuten länger.

Ich mag den Geruch von frisch gefallenen Laub, bunte Blätter im Sonnenschein, das Leuchten der Kastanienkerne… Ich mag die nebeligen Stunden nach dem Aufstehen, wenn der Tag sich in das Dasein kämpft…

Der Radiowecker plärrt moderierte Fröhlichkeit aus irgendeinem Sendestudio in die morgendliche Stille im Schlafzimmer, aber die Kaffeemaschine in der Küche blubbert schon seit Minuten vor sich hin. Sie hat eine eigene Schaltuhr und wacht früher auf…

Der Pfeil fliegt unbeirrt ins Ziel und Achilles überholt die Schildkröte ohne Mühe. Ich werde von A nach B gehen, wie oft Zeno die Strecke auch teilt.

Frag mich heute, was Zeit ist, und ich werde Dir antworten. Frag mich morgen, und meine Antwort wird eine andere sein.

Tempus fugit – die Zeit ist auf der Flucht. Kein Augenblick wird verweilen, und sei er noch so schön. Du steigst nicht zweimal in den selben Fluß. Jeder Stundenschlag verletzt. Der letzte tötet.

Da ist nichts Neues unter der Sonne, es war Alles schon einmal da. Es gibt eine Zeit, geboren zu werden und eine Zeit zu sterben. Jedes Ding hat seine Zeit, wächst auf und bringt Frucht und vergeht, wie jede Blüte welkt und wird nicht ewig dauern. Wir werden heiter Raum um Raum durchschreiten…

Nur diese schöne Uhr ist eine Illusion. Es schlägt kein unruhiges Herz in ihr, und keine Feder treibt gespannt die Räder an. Aber sie sieht gut aus, und ich habe sie selbst zusammen gesteckt…

Es wurde Abend und es wurde Morgen – ein neuer Tag. Alles wird gut werden. ER hat alles wohl gemacht.

Wohlan! Wir wollen das Morgenrot wecken! Steh auf und geh, als würdest Du es absichtlich tun.

Zeit vergeht, auch wenn niemand hinsieht…

Vielleicht fing es damit an, dass im September die Katze starb. Jahrelang hat sie mich schnurrend begrüßt, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam; aber dann schaute sie mich nur noch uninteressiert an und schloss dann gelangweilt die Augen. Ein paar Wochen quälte sie sich zwischen Schlafplatz, Fressnapf und Katzentoilette herum, dann gab die Tierärztin ihr die letzte Spritze.

Nach Hause zu kommen war nicht mehr so schön.

Zeit vergeht, auch wenn niemand hinsieht.

Das Auto war sechzehn Jahre alt und hatte schon viele Kratzer und Beulen. Eine Schraube, die auf dem Weg lag, bohrte sich in den linken Vorderreifen. Die Lichtmaschine gab irgendwann auf; auf dem Armaturenbrett leuchtete ein orangefarbenes Lämpchen. Als auch noch die Servolenkung streikte (rotes Lämpchen), schüttelte der Automechaniker den Kopf. Ich fuhr noch einen Monat mit Vorsicht (provisorisch) und lenkte angestrengt und kraftvoll wie der Fahrer eines 30-Tonners mit Anhänger. Dann verkaufte ich den Wagen für 400 Euro.

Praktisch, dass man wegen einigen hundert Trilliarden Viren sowieso eher im Home-Office arbeiten muss. Wenn es gar nicht anders geht, nutzt man ein Auto vom Carsharing-Dienst.

Im Mai: Urlaub zuhause. Das Hotel in Griechenland hat gar nicht erst geöffnet, die Gäste blieben zu Hause und darum auch das Reinigungspersonal, die Köche und Sommeliers, die Servicekräfte und die Fotografin, die sonst immer am Donnerstagabend alle Gäste portraitiert und dann am Samstag die Bilder zum Kauf anbietet. Auf Facebook veröffentlicht sie Bilder von leeren Stränden.

Es ist wieder schön zu Hause; die Sonne scheint oft durch die Fenster auf die Blätter der Tageszeitung, auf denen steht, dass das Virus jetzt jeden Tag weniger Menschen infiziert. Zum ersten Mal seit einem Jahr essen wir wieder in einem Restaurant. Also – draußen. Vor dem Restaurant. Unter einem Sonnenschirm. Es gibt frisches, kaltes Bier. Die Kohlensäurebläschen glitzern im Licht.

Die Zeit vergeht rasend schnell, niemand sieht hin.

Der Sommer kommt, viele Termine finden wieder statt. Das Leben wird stabiler, härter, aber auch zerbrechlicher. Nur scheinbar berechenbarer. Wieder splittert von Zeit zu Zeit etwas ab und fällt unter den Tisch. Ungewohnte Geräusche, ein leises Klirren wie von winzigen Scherben, schmerzen in den Ohren.

Nachrichten von weit weg fühlen sich an, als kämen sie direkt aus der Nachbarschaft. Überschwemmungen gibt es nicht nur in Indien. Fanatismus in vielen Farben hinterlässt einen irritierenden Eindruck von schlammigem Braun, wie früher im Schulfarbkasten, wenn die Malpasten ineinander laufen. Großbritannien verläßt die Europäische Union, die Soldaten der NATO verlassen Afghanistan, viele Querdenker und Impfgegner verläßt der gesunde Menschenverstand. Meine Frau verlässt sich auf mich.

Man kann es nicht allen recht machen.

Wenn man ein wirklich schlechtes Gewissen hat, nimmt man in drei Wochen fünf Kilogramm ab. Ich kann diese Diät nicht empfehlen.

Der Sommer geht; Termine werden auf Vorrat gemacht. Erntedank, Martinsfest, Lichtertage im Advent, Weihnachtsfeiern. Ob sie wohl wirklich stattfinden, alle diese Hoffnungszeichen in der Zukunft?

Bald wird wieder eine Katze hier einziehen. Sie wird mich erwarten, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ob sie nur gelangweilt schaut oder ob sie mich schnurrend begrüßt, wird die Zeit zeigen. Ich werde hinsehen…

Auf den letzten Drücker… Tage vor der Wahl.

In einer Woche wird in Deutschland gewählt. Viele Menschen haben bereits per Briefwahl abgestimmt; andere wissen schon lange, wo sie am Sonntag ihr Kreuzchen machen werden. Aber erstaunlich viele Wahlberechtigte geben an, immer noch unentschlossen zu sein – und das kann ich einfach nicht verstehen!

Heute abend kommt im Fernsehen das dritte und letzte „Triell“ – aber was soll da eigentlich geschehen, damit die Zusehenden überzeugt werden und sagen „Ah, okay, das hat mich überzeugt, nun werde ich mich für diese oder jene Partei entscheiden, mit Gründen und in staatsbürgerlicher Verantwortung.“ – und nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus?

Seit Wochen wiederholen Kandidatinnen und Kandidaten die immer gleichen Floskeln vor den Kameras und Mikrophonen der Sendeanstalten, Radiosender, Internetblogs und Influenzer, machen mehr oder weniger glaubhafte Versprechen und beschwören die noch unentschlossenen Wählerinnen und Wähler, sich für sie stark zu machen. Ich kann das schon gar nicht mehr hören; es stößt mich einfach nur ab. Das heutige „Triell“ werde ich mir nicht anschauen.

Haben denn alle, die jetzt noch nicht wissen, wie sie sich entscheiden werden, die letzten Jahre verschlafen? Haben sie nicht Zeitung gelesen, Nachrichten gehört, Talkshows oder Sondersendungen gesehen? Wer sich nur einigermaßen informiert hat, weiß doch, was er von den großen und mittelgroßen Parteien zu erwarten hat, sie sind doch alle nicht neu auf der politischen Bühne! Politische Akteure, die in den vergangenen Jahren nicht für Umweltschutz, bessere Bildungschancen für alle und Gleichberechtigung eingetreten sind, werden das auch in Zukunft nicht tun – gleich, was sie jetzt vollmundig ankündigen. Und Parteien, die in der letzten Legislaturperiode nichts gegen zu hohe Mieten, Ausländerfeindlichkeit und Verkehrschaos in unseren Städten getan haben, werden das auch in den kommenden vier Jahren nicht tun. Man kann wissen, was man bekommt – worauf genau also warten die Unentschlossenen noch?

Es kann wohl sein, dass ich in der langen Liste auf dem Wahlschein gar keine Partei finde, die mich hundertprozentig und restlos überzeugt, dass ich glaube, im besten Fall immer nur das kleinste Übel wählen zu können – aber dann ist das eben so! Niemals wird man ein demokratisches Gremium finden, mit dem man sich nicht gern über dieses oder jenes streiten möchte, das ist normal! Aber deshalb zu sagen „Dann gehe ich eben gar nicht wählen…“ ist einfach nur dumm. Denn eine Enthaltung ist praktisch wie eine Stimme für die Parteien, die man am Wenigsten an der Macht sehen will.

Und es ist auch einfach nur dumm, aus Protest irgendeine radikale Gruppierung oder eine Spaßpartei zu wählen. Leute, denen man kein Auto abkaufen würde, neben denen man nicht gern wohnen würde oder denen man nicht abends in der Seeterrasse bei einem Glas Wein gern ein paar Stunden zuhören könnte, die wählt man auch nicht! Wer pöbelt, Hasstiraden verfasst und gern menschenverachtende Parolen brüllt, der gehört in keinen Stadtrat, kein Regionalparlament und schon gar nicht in den Bundestag!

Gebraucht einfach Euren gesunden Menschenverstand und ein Erinnerungsvermögen, das weiter zurück reicht als das eines Goldfisches in einem Einmachglas – und geht nächsten Sonntag wählen. Das Triell und die ganzen anderen Wahlveranstaltungen in dieser letzten Woche könnt Ihr Euch dann gerne schenken…

Liturgisches Husten… Komisches und Ernstes rund um die Beerdigung

Bild des Einbandes dieses Buches, mit Motiv "organist" von Wilhelm Busch

Vor Jahren – ich war noch Pfarrer in der Kirchengemeinde Alt-Schöneberg in Berlin – habe ich oft mit der Organistin Angela Boeckh zusammen gearbeitet. In diesen Jahren gab es sehr viele Trauerfeiern in der Gemeinde, weil der zur Kirche gehörende Kirchhof aus verschiedenen Gründen einer der preiswertesten Bestattungsorte in der Stadt war. Die Bezirksämter in der Umgebung ließen darum die Urnen der Menschen, die keine Angehörigen (mehr) hatten und die darum auf Staatskosten beerdigt werden mussten, gerne auf unserem Kirchhof beisetzen. In diesem Jahr gab es so mehr als 300 Beisetzungen auf dem Friedhof zwischen der Hauptstraße und der Belziger Strasse.

Meinem Kollegen und mir war es sehr wichtig, trotzdem alle Verstorbenen mit Würde und gebührender Achtung unter die Erde zu bringen; niemand sollte ohne Gebet und Segenswort beerdigt werden. Selbst, wenn niemand zur Trauerfeier erschienen ist, haben wir mit den Sargträgern, der Mitarbeiterin des Bestattungsinstitutes und der Organistin zusammen Abschied von einem Menschen genommen, über den wir zwar wenig oder gar nichts wussten, der aber trotzdem über ein paar Jahrzehnte diese Welt mit uns geteilt hatte…

Manchmal kamen aber auch ein paar Nachbarn, Freundinnen und Freunde unangemeldet in die Kirche, manchmal kam wirklich niemand. Einmal kamen mehr als dreißig Menschen aus einem Segelverein zur Trauerfeier; Freunde aus einem Leben, von dem wir nichts wussten. Gut, dass trotzdem eine schöne Trauerfeier vorbereitet war.

Die Organistin saß bei diesen Feiern immer oben auf der Empore an ihrem Instrument und wartete auf ihren Einsatz. Sie konnte aber von dort aus die kleine Gemeinde nicht sehen, die unter der Empore auf den Beginn des Gottesdienstes wartete. Wir haben dann verabredet: wenn es losgehen soll, wird der Pfarrer unter der Empore zweimal kurz husten, und das ist dann das Zeichen für den Anfang der Trauerfeier.

Die Angela Boeckh sagte damals ziemlich amüsiert: Wenn ich einmal ein Buch über meine Arbeit schreiben sollte, werde ich es „Liturgisches Husten“ nennen.

Dies ist nun dieses Buch – vor einem Jahr ist es erschienen, und ich habe es gestern in der Dorfkirche Alt-Schöneberg entdeckt, als ich dort wieder einmal (vertretungsweise) eine Trauerfeier zu leiten hatte. Über Jahrzehnte hat sie Anekdoten, Skurriles, Bedenkliches und Interessantes bei ihrer Arbeit gesammelt und auf humorvolle Weise zu Papier gebracht. Pfarrerinnen und Pfarrer, Mitarbeiter und Bestatter geraten hier in den Blick einer erfahrenen Kirchenmusikerin – irgendwann kann sie Nichts mehr aus der Fassung bringen, denn gerade am Ende des Lebens, wenn man zum letzten Mal Abschied nimmt, geschieht so viel, was in Erinnerung bleibt. Mehr als einmal habe ich geschmunzelt und manchmal laut gelacht.

Es ist ein gutes Buch geworden und der Blick auf Eigenarten und Besonderheiten im Bestattungswesen hat viele Erinnerungen geweckt… Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Danke, Angela, für die vielen besonderen Gottesdienste und für eine anregende Stunde mit Deinem Buch.

Glauben so viel wie ein Senfkorn

In dieser Woche fällt es mir schwer, gute Gedanken für meine Sonntagspredigt zu finden. Vorgeschlagen als Predigttext ist dieser Satz von Jesus, in dem er sagt: „Wenn du Glauben hast so viel wie ein Senfkorn, kannst du zu diesem Berg sprechen: Erhebe dich und stürze dich ins Meer, und er würde es tun…“

Viele Leute haben mir in Seelsorgegesprächen erzählt, dass ihnen dieser Satz sehr zu Herzen gegangen ist, aber zuletzt dann doch nicht hilfreich war: Sie haben sich so sehr etwas gewünscht, verzweifelt um etwas gebetet, haben sich „angestrengt“, einen starken Glauben zu haben, haben Gott tagelang um Hilfe angefleht – aber dann hat Gott ihre Gebete doch ignoriert, und es ist das Gegenteil eingetreten von dem, was sie sich erhofft haben. Und nun machen sie sich Vorwürfe, weil sie nicht kräftig genug geglaubt haben, nicht glühend genug gebetet, nicht brennend genug gehofft…

Mit tun die armen Menschen unglaublich leid, die sich selbst verurteilen; die von sich sagen: „Wenn ich nur mehr geglaubt hätte, wäre nur mein Gottvertrauen groß genug, dann wäre mein Mann nicht gestorben, würde mein Kind keine Drogen nehmen, wäre ich nicht arbeitslos, wäre unser Haus nicht abgebrannt…“

Als ob Glauben eine Art Leistungssport wäre, etwas, bei dem man sich nur kräftig üben und sich anstrengen muss, damit er funktioniert! Selbst die Jünger sind zu Jesus gekommen und haben ihn gebeten: „Stärke unseren Glauben!“

Mich erinnert dieses Bild vom „senfkorngroßen Glauben“ an die spitzfindig-scholastische Frage, wieviele Engel auf einer Nadelspitze tanzen könnten… Ist denn das „Senfkorn“ die angemessene Maßeinheit für die Glaubensgewissheit, zu der wir ermuntert werden bzw. die „gefordert“ ist? Geht es um Volumen oder Gewicht? Wie kann man die Größe des Glaubens messen? Wie viel Glaube ist nötig für ein Senfkorn? Kann man mit doppelt so großem Glauben dann ZWEI Berge versetzen?

Im neuen Testament wird das Senfkorn einige Male erwähnt, jedes mal wird es als Beispiel genannt, weil es so klein ist, „der Kleinste aller Samen“, und doch eine ziemlich große Pflanze daraus wachsen kann, ein „Baum, in dessen Zweigen die Vögel des Himmels wohnen“. Vielleicht geht es ja darum, dass selbst ein kleiner Glaube wirklich große Veränderungen bewirken kann… Vielleicht soll verständlich gemacht werden, dass es hier auf Größe, Kraft und Intensität gar nicht ankommt, sondern auf geduldiges Warten, bis etwas gewachsen ist, bis es Zeit hatte, groß zu werden.

Ich denke, dass Glaube gar nicht ein Für-Wahr-Halten von Dingen ist, die man letztlich nicht beweisen kann. Ich denke, dass Glaube keine Einstellung ist, die wir produzieren können, die eine eigene „Leistung“ wäre. Ich denke, dass der Glaube an Gott selbst schon ein Geschenk Gottes ist, etwas, das der Heilige Geist in uns bewirkt.

Ich stelle mir vor, dass „Glauben“ einfach bedeutet, dass ich Gott mehr zutraue, als ich mir ohne Gott vorstellen könnte. Ohne Gott rechne ich nur mit meinen eigenen, bescheidenen Möglichkeiten. Als Beispiel denke ich mir, ich müsste eine Wohnung in einem alten Haus einrichten. Meine Möglichkeiten wären, Möbel zu kaufen, Teppiche auszurollen, Bilder aufzuhängen; das, was man halt normalerweise so tut. Glaube an Gott eröffnet ein völlig neues Gebiet: Ich könnte ja auch Mauern durchbrechen, Türen und Fenster einbauen, wo bisher keine waren, zusätzliche Zimmer anbauen… Ich könnte sogar ein ganzes neues Haus um das alte herum bauen, so dass die Wohnung, die bisher mein Zuhause war, nur noch ein kleiner Teil eines ganzen Schlosses ist…

Entdecke die Möglichkeiten: Wenn Gott in das Leben eingreift, kann sich alles ändern – im Bild gesprochen: dann können ganze Berge ins Rutschen kommen: ein ganzer Lebensplan kann sich ändern – Beruf, Wohnort, Beziehungen – alles kann neu und anders werden. Die Maßstäbe ändern sich, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die Geschichten der Menschen in der Bibel sind Beispiele dafür.

Aber – will ich das überhaupt? Wenn Gottes Segen darin besteht, dass er mich aus gewohnten Bahnen heraus reißt – will ich dann so gesegnet sein?

Vielleicht heißt Glaube, Gott die Zeit zu lassen, die er braucht – und mir die Zeit zu lassen, die ich brauche – um mich zu verändern und neu zu werden.

Lebe lang und erfolgreich!

R2D2 – der bekannte und beliebte Android aus Star Trek. Wie haben wir ihn geliebt!!!

Heute vor fünfundfünfzig Jahren wurde die erste Folge der Serie Star Trek in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt. Captain James Tiberius Kirk, Spock, Pille, Zulu, und nicht zuletzt Ltd. Ohura haben seitdem Millionen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern in der ganzen Welt begeistert…

Die originale Serie mit ihren Sequels, Prequels und Spin Offs hat nicht wenige Menschen durch ihr ganzes Leben begleitet. Die Serie bot immer wieder eine Art Kommentar zu zeitgenössischen Entwicklungen in Politik, Kunst und Gesellschaft, und überwand schon allein durch die Besetzung ihrer Hauptrollen damals noch selten hinterfragte Grenzen zwischen Rassen, Geschlechtern und Politischen Systemen. Als z.B. Antikommunismus in den Staaten noch Mainstream war, wurde die Position des Bordingenieurs mit Mr. Chekov besetzt, und die Serie zeigte den ersten Kuss zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann im amerikanischen Fernsehen.

Ich wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen StarTrek-Tag. Lebt lang und in Frieden!

Kain und Abel – eine Geschichte vom Ursprung der Menschheit

Eine Geschichte vom Ursprung der Menschheit

Dies ist eine von den Geschichten vom Ursprung der Welt, eine der Erzählungen vom Anfang der Zeit, einer der Mythen vom Beginn der Menschheit. Diese Geschichten erzählen, wie wir, die Menschen, wurden, was wir sind – und wie die Welt, in der wir wohnen, so wurde, wie sie ist.

Noch war die Erde wüst und leer, da pflanzte Gott einen Garten in Eden, paradiesisch schön, vollkommen und fehlerlos. Und er setzte den Menschen hinein, Mann und Frau, Adam und Eva, dass sie den Garten bebauten und pflegten. Alles, was sie zum Leben brauchten, war dort vorhanden – genug und im Überfluss, denn dieser Garten war der Ursprung des Lebens, und alle Früchte durften sie essen, nur nicht – wer will fragen, was Gott tut und warum, wer will seine Taten beurteilen? – nur nicht die Äpfel vom Baum der Erkenntnis; aber sie sahen jeden Tag das Angesicht Gottes.

Doch sie übertraten sein Gebot und nahmen von den verbotenen Früchten; und sie verloren das Vertrauen zu Gott, ihren Glauben, und mit ihm den Garten und alles, was Gott ihnen geschenkt hatte, und fanden sich wieder in dieser Welt voller Mühsal und Arbeit. Und Adam wurde Ackermann, der dem Boden im Schweiße seines Angesichts sein Leben abkämpfen musste; und Eva wurde die Mutter aller Lebenden, aber mit Schmerzen und Angst gebar sie ihre ersten Kinder, Kain und Abel.

Trennung von Gott

Kain wurde Ackermann und erntete die Früchte, die Gott ihm wachsen ließ, und Abel wurde Hirte und hütete Schafe und Rinder, die Gott ihm geschenkt hatte. Und – lange Zeit später – brachten die beiden Dankopfer dar für Gott: Von ihm hatten sie es empfangen, ihm wollten sie es erstatten: Abel verbrannte das Fett und den Speck eines seiner Tiere, und Kain verbrannte Körner und Früchte, die er auf seinen Feldern geerntet hatte. Und Gott – wer will fragen, was er tut und warum, wer will seine Taten beurteilen? – sah Abel und sein Opfer an, aber Kain sah er nicht an.

Es gibt keine Erklärung. Beide Brüder wollten Gott mit ihren Gaben ehren. Warum sieht Gott den einen an und den anderen nicht? Auch wir fragen bis heute nach der Gerechtigkeit Gottes und verstehen seine Entscheidungen nicht. Warum wird der eine Mensch erwählt und der andere nicht? Warum muss der eine hungern und der andere lebt sorgenfrei und unbeschwert? Warum muss der eine arbeiten und kämpfen, während dem anderen alles in den Schoß fällt? Da sind die Gesunden – und die anderen sind krank, leiden und haben Schmerzen. Da sind die Glücklichen – und die anderen trauern, weil sie den liebsten Menschen verloren haben.

Es gibt keine Erklärung. Warum werden manche Völker unterdrückt, warum bereichern sich andere an ihrem Leiden? Warum haben manche wegen ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben? Da sind die Reichen – und anderen Menschen fehlen selbst Wasser und Brot. Da sind die Versorgten – und andere sterben an AIDS, weil ihnen einfache Medikamente fehlen. Da sind die Sicheren – und andere gehen auf Flüchtlingsbooten im Atlantik unter…

Warum sind manche Menschen gesegnet und so viele andere nicht? Es wird immer Unterschiede zwischen Menschen geben. Frauen und Männer sind verschieden, Kinder sind anders als ihre Eltern, Geschwister ergreifen verschiedene Berufe, schlagen unterschiedliche Lebenswege ein. Menschen aus verschiedenen Ländern haben unterschiedliche Traditionen, Maßstäbe und Werte. Aber muss es deshalb zu solch himmelsschreiender Ungerechtigkeit kommen? Und stimmt Gott zu? Ist es letztlich sein Wille, seine “Erwählung”, ob ein Mensch das Leben findet oder nur vor dem Tod flieht?

Und Gott – wer will fragen, was er tut und warum, wer will seine Taten beurteilen? – nahm Abels Opfer an, aber Kains Opfer nahm er nicht an.

Enttäuscht, beleidigt, zornig ließ Kain sein Opfer liegen, brennende Asche ohne Wert auf einem sinnlos gewordenen Altar – aber helle, lodernde Wut brannte in ihm; Wut gegen Gott, von dem er sich verlassen glaubte, und Wut gegen seinen Bruder, den Gott ihm vorgezogen hatte.

Was man uns zutrauen kann

Kann man diesen Zorn nicht nachvollziehen? Wäre es nicht geradezu unmenschlich, nicht in Zorn zu geraten angesichts dieser Ungerechtig-keit? Wer kann da kaltes Blut behalten, in dem noch ein Herz schlägt! Ohnmächtig, hilflos muss man die Ungerechtigkeit ertragen, in der Tasche ballt sich die Hand zur Faust. Mühsam hält man die dünne Fassade der Zivilisation aufrecht, doch inwendig schreit etwas Älteres, Wilderes nach Ausgleich: Wo ich nicht Frieden und Recht bekommen kann, da werde ich kämpfen.

Doch so wird ein Mensch dem anderen zum Wolf; hier erkennt der Mensch in den anderen plötzlich nur noch Feinde. Hier haben Kriege und Freiheitskämpfe, Terrorismus und Widerstandsbewegungen ihren inneren Grund: Wenn ich nicht bekomme, was mir rechtmäßig zusteht, nehme ich mein Schicksal selbst in die Hand.

“Gottesvergiftung” hat der Theologe Tilman Moser einmal dieses Gefühl genannt, wo wir meinen, Gott werde uns zum Feind. “Gottesvergiftung” ist der Zustand, in den wir geraten, wenn wir uns in die Ecke getrieben sehen – von einem Gott, der zu viel fordert, der uns übermächtig wird, der uns zu nahe kommt – oder auch von einem Gott, der unverständlich und dunkel bleibt, der willkürlich und unnachvollziehbar reagiert, der fern und abwesend ist, unerreichbar und hart. “Gottesvergiftung” erlebt hier Kain, dessen Welt und dessen Glaube zerbricht dadurch, dass Gott ihn nicht ansieht. Mit seinem Dankopfer weiß er seine ganze Existenz in Frage gestellt. Was ist sein Leben mehr als der rauchende Haufen Asche, der ihm auf seinem Altar geblieben ist?… Kain glaubt nicht mehr, sein Vertrauen ist zerbrochen, und in Gott sieht er den, der zum Verräter geworden ist an ihm…

Doch Gott sprach noch mit ihm: “Warum dieser Zorn? Wozu diese Wut?” Gott war noch da, und noch konnte Kain ihn hören: “Willst Du nicht aufsehen, mir in die Augen schauen? Wendest Du dich ab von mir?” Gottes Worte erreichen Kain nicht mehr; zu stark ist seine Enttäuschung und zu unerhört die Forderung: “Die Sünde lauert dir auf, Du aber herrsche über sie…”

Gewalt und Tod

Abel ging mit seinem Bruder – doch da war nichts Brüderliches mehr zwischen ihnen. Aus Neid und Wut war Hass geworden, aus Angst und Zweifel war Mordlust erwachsen. “Das wollen wir doch mal sehen; Gott, ob Du damit durchkommst! Hier, sieh, was ich ihm antue, deinem Liebling, deinem Erwählten, den du mir vorgezogen hast…” Rotes Blut tränkt plötzlich die Ackerkrume, Abels Leben versickert im Lehm, er haucht seinen letzten Atem aus, dann ist es vorbei. Zum ersten Mal war es geschehen, was Gott zu Adam sagte jenseits von Eden: Du bist Erde, und zu Erde wirst Du werden…. Dies also war der Tod….

Am Ende also – Tod. Gott – wer will fragen, was er tut und warum, wer will seine Taten beurteilen? – hat sich noch immer nicht abgewendet. Nicht von Abel, nicht von Kain. “Wo ist Dein Bruder?” Als ob du es nicht wüsstest! “Was hast du ihm angetan?!” Als ob es dir nicht das Herz zerrissen hätte! “Sein Blut schreit zu mir von der Erde!” Ja, dieses Opfer kannst du nicht übersehen! “Verflucht! Verflucht bist du, Kain, denn dir wird kein Leben mehr wachsen aus dieser Erde, die das Blut deines Bruders getrunken hat. Dir wird kein Leben mehr wachsen, denn Du hast den Tod gebracht in diese Welt, und Tod wird dir folgen, wohin du auch gehen wirst.” – – –

Wußte Gott nichts anderes zu sagen? Fluch über Kain, den Mörder seines Bruders? Tod aus Tod geboren, und immer wieder neuer Tod? Hat Kain nicht sogar Recht, gegen diesen Gott zu rebellieren, ihn abzulehnen, anzuklagen, ihn seinerseits zu verdammen und sich loszusagen? Gab es für ihn – Gott – keinen anderen Weg, als nun den Täter zum Opfer zu machen und damit sich selbst zum Täter?

“Diese Strafe ist unerträglich! Mein Leben ist jetzt schon vorbei, und was mir bleibt, ist eine kurze Flucht vor Dir und allen Menschen und dann der schnelle Tod. Jeder, der mich findet, kann mich so erschlagen. Welche Chance bleibt mir noch? Wo finde ich Schutz?”

Kain protestiert gegen weitere Ungerechtigkeiten; ja, er fordert Gott auf, sich wenigstens hierin treu zu bleiben, dass er der Gott des Lebens ist. Hat er – Kain – schon den Tod in diese Welt gebracht durch seine Tat, so soll Gott ihn doch wenigstens davor bewahren, dass sich nun die ganze Menschheit gegen ihn richtet, dass sein Mord fortwirkt in neuem Hass und weiterem Töten.

Was man Gott zutrauen kann

Gott – wer will fragen, was er tut und warum, wer will seine Taten beurteilen? – macht ein Zeichen an Kain, Drohung und Schutz zugleich, Erinnerung an seine Strafe und doch auch ein Zeichen bleibender Zuwendung: Kain hat getötet, doch siebenfache Rache wird den treffen, der seine Hand an Kain legt…

Tod aus Tod geboren, Mord und Rache auch hier. Was Kain in die Welt brachte, lässt sich nicht mehr ungeschehen machen. Ein Rad ist ins Rollen gekommen, und es sieht so aus, als ob nicht einmal Gott diesem Rad in die Speichen greifen will… Immer und immer wieder berichtet die Bibel, wie Menschen Gott verlassen, wie sie zu Tätern werden und andere zu Opfern machen, wie das Gericht Gottes sie trifft, wie aus Angst und Hass Tod geboren wird: Gibt es keine andere Möglichkeit? Müssen wir entweder Kain sein oder Abel?

Noch im neuen Testament hält Paulus den Menschen den Spiegel der Geschichte Gottes und der Menschen vor Augen: “Da ist keiner, der gerecht ist, nicht ein einziger.” Und die Folge der Sünde ist der Tod. Doch die Geschichte Gottes mit den Menschen geht so nicht zuende.

Ein neuer Mensch

Gott selbst hat diesen teuflischen Kreislauf gebrochen, der nichts anderes kennt als “Auge um Auge, Zahn um Zahn.” Christus ist geboren, Gott mitten unter den Menschen. Er hat einen neuen Weg geöffnet. Keinen leichten und einfachen Weg, aber einen Weg, der zum Frieden führt.

Jesus hat hingesehen und geholfen, wenn die Opfer am Wegrand lagen. Jesus hat sich mit Gottes Liebe denen zugewendet, die wie einst Kain ruhelos und haltlos durch das Land und ihr Leben irrten, auf der Flucht vor ihrer Schuld und auf der Suche nach Gott. Jesus hat geliebt bis zum Äußersten, bis er selbst zum Opfer der Härte der Menschen wurde. Bis er am Kreuz starb.

Jesus Christus ist die bleibende Zuwendung Gottes. Durch seinen Opfertod hindurch bleibt er seiner Liebe zu uns treu. Denn die Liebe ist stärker als der Tod. Und der Tod ist überwunden, er hat das Leben, ewiges Leben ans Licht gebracht.

Uns bleibt also nicht nur die Alternative: Kain oder Abel, Täter oder Opfer. Adam und Eva haben ein drittes Kind geboren, Seth, der der Stammvater war der Linie, die durch die Väter Israels zu König David und von dort zu Christus führte. Uns bleibt der dritte Weg: den Spuren Christi zu folgen, der gesagt hat: “Was Ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.” – “Laßt Euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das Böse mit Gutem.” – “Liebet einander, wie ich euch geliebt habe.” – und auch: “Bei den Menschen ist dies unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich.”

Taufe

Durch die Taufe sind wir mit hineingenommen in dieses Geheimnis des Glaubens, das Christus umgibt: Wir sind mit ihm gestorben und sind als Menschen auferstanden, die in neuer Weise das Bild Gottes sind, so wie er die Menschen gemeint hat: Schwestern und Brüder, Gottes Kinder.

Solange wir in dieser Welt leben, sind wir nicht vollkommen; wir sind Sünder und Gerechte zugleich. Immer noch sind Kain und Abel in uns. Wenn wir die Nachrichten sehen, erkennen wir jeden Tag, wie dünn die Schicht der Zivilisation immer noch ist. Noch immer ist der Mensch dem anderen ein Wolf. Doch hat Gott einen neuen Anfang gemacht. Mit dem Wagnis der Liebe.

Nachtgebet, im Dunklen zu singen…

GLORY to Thee my God, this night,
For all the Blessings of the Light;
Keep me, O keep me, King of Kings,
Under Thy own Almighty Wings.

Mein Gott, eh nun die Nacht anbricht
will ich dir danken für dein Licht.
Breit über mich die Flügel dein
und lass mich ganz geborgen sein.

Forgive me Lord, for Thy dear Son,
The ill that I this day have done,
That with the World, my self, and Thee,
I, e’r I sleep, at peace may be.

Wenn ich heut Böses hab getan,
Herr, rechne mir die Schuld nicht an,
dass ich im Frieden bin mit mir
und mit der Welt und auch mit dir.

Teach me to live, that I may dread
The Grave as little as my Bed;
Teach me to die, that so I may
Triumphing rise at the last day.

Lehr leben mich, dass ich ohn Graun
den Tod kann wie den Schlaf anschaun.
Und sterben, dass am jüngsten Tag
ich herrlich auferstehen mag.

O may my Soul on Thee repose,
And with sweet sleep mine Eye-lids close;
Sleep that may me more vig’rous make,
To serve my God when I awake.

Wenn meine Seele geht zur Ruh
schließ sanft mir meine Augen zu
mit süßem Schlummer, der mich stärk
zu tun, wenn ich erwach, dein Werk.

When in the night I sleepless lie,
My Soul with Heavenly Thoughts supply,
Let no ill Dreams disturb my Rest,
No powers of darkness me molest.

Wenn ich des Nachts voll Sorge bin,
zieh meine Seele zu dir hin,
dass Dunkelheit mich nicht verschlingt,
dein Licht in meine Träume dringt.

Praise God from whom all Blessings flow,
Praise Him all Creatures here below,
Praise Him above y‘ Angelick Host,
Praise Father, Son, and Holy Ghost.

Lobpreis sei Gott, der uns erhält,
preist ihn, Geschöpfe dieser Welt,
ihr Engelsscharen, lobt und preist
den Vater, Sohn und Heilgen Geist.

Quelle: Musixmatch
Kenneth Brown / Thomas Tallis Songtext von Glory to Thee, My God, this Night ©

Deutsche Übersetzung: Maria Hoymann

Der Geist in der British Library und andere Geschichten aus dem Folly

Dies ist ein Sammelband mit Kurzgeschichten zu der Reihe der Kriminalromane um den jungen Polizisten Peter Grant, der in einer ganz besonderen Abteilung der Londoner Polizei Ganoven jagt und Verbrechen aufklärt – er ist der Schüler des letzten Zauberers der Stadt. Zusammen mit seinem Lehrer und Mentor Thomas Nightingale stellt er sich Trollen und Kobolden, Feen und Magiern und auch leibhaftigen Göttinnen in den Weg, um die Ordnung in der Stadt aufrecht zu erhalten. Nicht gerade hilfreich dabei ist es, dass ausgerechnet die Mutter seiner Freundin in die Ermittlungen eingreift – aus nicht ganz uneigennützigen Motiven. Sie ist eine der Göttinnen der Flüsse in London…

Nebenfiguren aus den Romanen haben in diesen Kurzgeschichten ihren großen Auftritt und glänzen in einem ganz eigenen Licht… Die Haushälterin des „Folly“, der geheimen Zentrale des „Büros für absonderliche Angelegenheiten“ der Metropolitan Police, ein adoptiertes Kind mit besonderen Fähigkeiten, diverse Geister und andere seltsame Figuren kommen hier endlich zu ihrem Recht: nämlich dem, endlich einmal im Mittelpunkt einer – wenn auch kurzen – Geschichte zu stehen…

Ben Aaronovitch hat seine Bücher humorvoll, spannend und mit einer großen Prise Ironie geschrieben. Wer als Teenie „Harry Potter“ gelesen hat, wird als Erwachsener diese Bücher lieben.